Meldungen 12-05-26
Medien zum weltweiten Thema Israel/Nahost
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Psalm 46,8
Medien – Deutschland
Schavuot: Dank für Torah und erste Früchte
Netanyahu: `Gewalt hat bei uns keinen Platz´
Mavi-Marmara: Israel bietet Angehörigen sechs Millionen Dollar
Westerwelle: Gauck wird Herzen der Israelis erreichen
Amnesty International: "Folter in palästinensischen Gefängnissen"
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Traditionelle Architektur in der Wüste
Ein Polit-Thriller über Alfred Dreyfus
«Israel braucht dazu nicht die USA»
Kardinal Koch: Jüdisch-christlicher Dialog darf nicht beliebig werden
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Will der Verteidigungsminister sein Land verteidigen, geht er auf der Stelle
... - Israel
Israeli companies win UN bids to reconstruct Gaza, angering Palestinians
Guardian Downplays Jewish Connection To Temple Mount
| Regierung & IDF |
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| Jerusalem Post | Jewish worshipers: W. Bank synagogue vandalized
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| Arutz Sheva | Peace Now Worried by ‘Settlers’ Popularity Israeli Man Stabbed, Robbed in Los Angeles Yitzhar Arson: Two Arabs Caught in the Act
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| Israel Hayom |
... aus aller Welt
Freedom for me, boycott for thee
Stimmen aus Jerusalem
Sahm – Steff Wertheimer: Kapitalistischer Kibbuz als Friedensrezept
von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 25. Mai 2012
Steff Wertheimer scheut keine Kosten, seine Vorstellungen einer Friedenslösung für den Nahen Osten zu propagieren. Der selbsternannte „Friedenskämpfer“ redet mit Politikern aus aller Welt und präsentierte seine Ideen vor dem amerikanischen Kongress. Auch nach Deutschland pflegt er beste Kontakte. Wertheimer verteilt Hochglanzprospekte und lädt Journalisten nach Tefen im Norden Israels ein. Er fliegt sie per Helikopter ein. Bundespräsident Gauck wird sich bei seinem ersten Besuch in Israel mit Wertheimer treffen und Ihm einen Orden überreichen.
Seine fünf Industrieparks sind der Kern seiner Friedensidee und der Schlüssel zu seinem Erfolg als Geschäftsmann. Im Mai 2006 verkaufte Wertheimer 80 Prozent der Anteile seiner Metallfabrik Iscar für vier Milliarden Dollar an den amerikanischen Multimilliardär Warren Buffet. Es war die größte Investition in der Geschichte Israels. „Die Berliner Mauer fiel wegen des Marshall-Planes“, hebt Wertheimer an. Der Blick aus seinem Büro geht auf die grüne Hügellandschaft des biblischen Galiläa. „Wir brauchen auch für den Nahen Osten einen Marschallplan.“ Nicht im „schmutzigen Geld“ der Erdölvorkommen sieht Wertheimer die Erlösung, sondern in der Schaffung von Industrie, Arbeitsplätzen und Zukunftshoffnung für die Menschen. Mit vier Milliarden Dollar könne Jordanien saniert werden und mit 8 Milliarden könne die Türkei zu einer wirtschaftlichen Erfolgsstory gemacht werden.
„Die Ölgelder erreichen nur die Reichen. Sie werden missbraucht für Waffeneinkäufe und politische Abenteuer“, meint Wertheimer. Ölstaaten wie Saudi Arabien und Irak werden auf seinen bunten Grafiken als „arme Länder“ dargestellt, auf einer Stufe mit wirtschaftlich darbenden Staaten wie Jordanien, Ägypten, Iran und den palästinensischen Gebieten. Ein hoher Bevölkerungsanteil von Jugendlichen unter 14, sowie eine Arbeitslosenrate bei den Palästinensern, in Saudi Arabien und im Irak beweisen, wo die Gefahren liegen. „Wirtschaft ist eine Verteilung von Geld und Produktivität“, sagt er. Mit Exportindustrie könne Ländern des Nahen Ostens geholfen werden, bei denen kein Öl fließe.
Zum erfolgreichen Kunstgriff des Marshall-Planes in Europa sagt Wertheimer: „Entscheidend war, dass die Gelder nicht an die Regierungen geflossen sind.“ Profitiert hätten Alle: die Menschen des durch Krieg zerstörten Deutschland und die amerikanischen Geldgeber. Der Erfolg des Westens mit blühender Wirtschaft habe die politische Landschaft der Welt verändert.
Wertheimer, 1926 in Deutschland in dem Dorf Kippenheim geboren, ist 1936 mit seinen Eltern aus Nazideutschland nach Palästina geflohen. Wertheimers Vater hatte im ersten Weltkrieg bei der Schlacht vor Verdun ein Bein verloren. Er war wütend auf Hitler, weil sich dessen Politik der Judenverfolgungen gegen „gute Deutsche“ richtete.
Der junge Wertheimer diente in der „Palmach“, einem Vorläufer der israelischen Armee. Bei den Briten, vor der Gründung Israels, machte er seinen Pilotenschein in nur 20 Stunden. Seinen Erfolg als Geschäftsmann verdankt er dem französischen Präsidenten de Gaulle. Als Frankreich 1968 ein Waffenembargo gegen Israel verhängte, stellte Wertheimer die nun fehlenden Ersatzteile für Flugzeuge selber her. Er produziert Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro vor allem für den Export, zehn Prozent der gesamten Industrieproduktion Israels.
Wertheimer präsentiert sein Konzept eines „kapitalistischen Kibbuz“, mit dem er die Türkei und Jordanien, später auch Libanon und die palästinensischen Gebiete auf „Erfolgskurs“ bringen will.
Über einen gepflegten Rasen geht es in eine blitzsaubere Fabrikhalle. Ein führerloser Roboter mit gelben Blinklichtern kommt angefahren und stoppt artig vor den Besuchern. Damit es den gelben Maschinen nicht langweilig wird, wenn sie vollautomatisch Kohlenstoffe zu winzigen Fräseblättern pressen, abstauben, auf Paletten stapeln, in die Öfen schieben und verpacken, plärren aus einem Transistorradio auf dem Roboter die Nachrichten.
Moderne Skulpturen stehen vor den Fabrikhallen: „Industrien müssen umweltfreundlich und sauber sein, um sich bei uns ansiedeln zu können.“ Zwischen den Produktionshallen hat Wertheimer auch Museen angesiedelt, denn „Kunst ist für mich der Inbegriff der Kreativität. Bei einer erfolgreichen Industrie geht es vor Allem um Kreativität“. In einer Halle stehen alte Automobile. Wertheimer hat sogar das erste „Jekkes-Museum“ geschaffen: ein Museum der deutschen Juden. In Vitrinen liegen da Poesiealben neben Pokalen jüdischer Sportler der dreißiger Jahren. An den Wänden hängen Portraits deutschjüdischer Nobelpreisträger und das berühmte Foto des Ehepaares Schlesinger, das in Berlin junge Soldaten hoch zu Ross auf dem Weg zur Front in den ersten Weltkrieg verabschiedet. Der Holocaust kommt in dieser Dokumentation einer vergangenen Hochkultur nur symbolisch vor: ein gelber „Judenstern“ mit der Aufschrift „Jude“.
Die Kantine für alle Mitarbeiter in Tefen gleicht einem besseren Restaurant mit Tischdecken und gefalteten Servietten. Salate stehen auf dem Tisch und zum Abschluss gibt es eine liebevoll gestaltete Schüssel mit frischem Obst: „Wir sind eben ein kapitalistischer Kibbuz und wollen so Frieden schaffen.“
(C) Ulrich W. Sahm
Exkurs:
Stef Wertheimer im antisemitischen Fadenkreuz
Der reichste Mann Israels, Stef Wertheimer, wurde Anfang März 2008 mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Mit fragwürdigen Argumenten verweigerte jedoch ein Internet-Auftritt der Bundeszentrale für politische Bildung, des Goethe-Instituts, des Instituts für Auslandsbeziehungen und der Deutschen Welle die Veröffentlichung eines Portraits dieses Mannes...
Der in Berlin lebende israelische Journalist Jigal Avidan wollte bei Qantara.de, dem gemeinschaftlichen Internet-Auftritt der genannten Bundesdeutschen Institutionen, ein Portrait Wertheimes veröffentlichen. Vom zuständigen Redakteur Lewis Gropp erhielt er eine Absage: „weil es ein jüdischer Preis ist, der an einen jüdischen Israeli vergeben wurde, der sich offen zum Zionismus bekennt, aber für sein Engagement für israelische Palästinenser ausgezeichnet wurde. Die Botschaft, die man bei so einer Story herausdistellieren (sic) kann, ist: Zionismus und das Engagement für die Palestinenser (sic) lassen sich wunderbar miteinander vereinbaren! – Nun, es gibt Leute, die in dieser Aussage einen Widerspruch entdecken würden... Nur müssen wir und wollen wir als Dialogportal ein besonderes Gewicht auf die Ausgewogenheit unserer Berichterstattung legen."
Avidan antwortete mit „zionistischem Gruss“: „Zum einen ist die Buber-Rosenzweig-Medaille, anders als Sie annehmen, kein „jüdischer Preis“, sondern sie wird vom Koordinierungsrat der Christlich-Jüdischen Gesellschaften verliehen, die (aus bekannten historischen Gründen) mehrheitlich aus Nichtjuden bestehen. Stef Wertheimer setzt sich nicht besonders für Palästinenser (und nicht Palestinenser) ein, sondern für alle Menschen im Nahen Osten, die arbeiten wollen und die Gewalt und Fanatismus ablehnen. Zum anderen ist der Zionismus die Antwort auf die Judenverfolgung in Europa und bildete die Grundlage für die Errichtung des Staates Israel. Wäre der Zionismus erfolgreicher gewesen, so wären möglicherweise nicht sechs Millionen Juden ermordet worden.“
Dieser Briefwechsel wurde per Email verbreitet. Inzwischen reagierte der Koordinierungsrat: „Über die Argumentation Herrn Gropps sind wir doch sehr erstaunt und schockiert. Dass Herr Gropp meint, die Buber-Rosenzweig Medaille sei ein jüdischer Preis, ist seiner mangelnden Recherche im Vorfeld zuzuschreiben und zeigt uns, dass er einen Beitrag in völliger Unkenntnis der Materie ablehnt, worauf auch die fehlerhafte Orthografie hinweist. Die Begründungslinie jedoch, „Zionismus und das Engagement für die Palestinenser“ (sic) seien ein Widerspruch und ein entsprechender Beitrag gefährde die Ausgewogenheit der Berichterstattung, verschlägt uns den Atem.“
Den Brief des Dachverbandes für 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit an Intendant Bettermann unterzeichneten Eva Schulz-Jander (Kath. Präsidentin), Ricklef Münnich (Evang. Präsident) und Landesrabbiner Henry G. Brandt (Jüdischer Präsident).
Immerhin hat Qantara.de am 26. März 2008 Avidans Wertheimer-Porträt doch online gestellt. Martin Kloke kommentierte bei Hagalil.com: "Wenn ein Internet-Portal, das sich einerseits mit Vorliebe "israel-kritisch" geriert, andererseits über palästinensische Raketenangriffe auf Israel großzügig hinwegsieht, eine "ausgewogene" Berichterstattung anmahnt, ist das schon mehr als bizarr."
Blogger
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TV-Tip
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Redaktionsleitung GERMAN MEDIA WATCH
Nachdruck und weitere Veröffentlichung nur auf Anfrage bei der Redaktion. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Redaktionsleitung@nicht-mit-uns.com SIE HABEN DIE JUDEN ABGEHOLT UND WIR HABEN GESCHWIEGEN;
SIE HABEN DIE CHRISTEN ABGEHOLT UND WIR HABEN GESCHWIEGEN
ALS SIE UNS ABHOLTEN, WAR NIEMAND MEHR DA; DER HÄTTE SCHREIEN KÖNNEN




















